Vom 20. bis 21. September trafen sich fast alle Lehrer, die bundesweit Fachkräfte für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice unterrichten in Würzburg (na gut, nicht fast alle, vielleicht die Hälfte – der Unterricht in diesen Klassen musste ja trotzdem stattfinden).

Die gastgebende Josef- Greising- Schule, das Städtische Gewerbliche Berufsschulzentrum II der Universitätsstadt Würzburg, hatte mit ihrem Lehrerteam unter Leitung von Hubert Oppelt- Etzel diese Tagung wunderbar vorbereitet und durchgeführt.

Das Hauptanliegen war der Austausch von Erfahrungen mit Schülern dieses Bildungsganges, das Berichten über Besonderheiten des jeweiligen Bundeslandes und der Berufsschulen sowie der Unterrichtsverteilung. Herr Oppelt- Etzel gab uns Einblicke in die Lernorte, die Ausstattung und die Möglichkeiten in seinem Haus, machte uns mit seinem Kollegenteam bekannt und vermittelte uns den Besuch der anderen Lernorte im BBZ I von Würzburg, wo die Inhalte der Elektro- und Wasserinstallations- Lernfelder unterrichtet werden. Auch in dieser Partnerschule lernten wir das kompetente Kollegenteam kennen, das uns mit Freude seine Möglichkeiten und Spezialitäten für den Fachunterricht zeigte.

Bemerkenswert ist, dass fast überall, wo fachliche Inhalte vermittelt werden, auch Lehrer sind, die selbst diesbezüglich eine berufliche Ausbildung haben und auch beruflich tätig waren. Weiterhin erzählten alle, dass die hauptsächlich Jungen/ Männer, die diesen Beruf lernen, durchaus speziell, zupackend, anstrengend aber eben auch grundsätzlich liebenswert sind.

Neben dem Austausch über Unterrichtsorganisation bis hin zu Unterrichtssequenzen und dem Zeigen von Schülerarbeiten/ -projekten stellte uns Herr Christoph Pütgens von der Möbel- Fachschule Köln Weiterbildungsmöglichkeiten für unsere jungen Fachleute zum Einrichtungs-/ Küchenfachberater vor. Gerade junge (oder auch gestandene) Leute mit der Ausbildung FMKU sind aufgrund ihrer Praxisbezogenheit und –erfahrung ideal für diese Weiterbildung mit staatlich anerkanntem Abschluss geeignet und gesucht. Wer näheres wissen will, holt sich bitte bei Herrn Krabs die Flyer und die Informationsbroschüre der Fachschule des Möbelhandels Köln (oder er googelt es eben).

Am zweiten Tag gab es dann Informationen von Herrn Marcus Hielscher von der Prüfungsaufgaben- und Lehrmittelentwicklungsstelle der IHK Region Stuttgart (kurz PAL) als Gemeinschaftseinrichtung der IHKs für die Entwicklung gewerblich- technischer Prüfungsaufgaben. Die Entsprechung im Handwerk sind die Aufgabenerstellungsausschüsse. Er gab uns Einblicke in die Arbeit der PAL, erläuterte Schwerpunkte und warb um Mitarbeit im PAL- Fachausschuss, dem auch immer neben Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern Lehrer angehören müssen. Vorausgesetzt, sie arbeiten schon in einem Prüfungsausschuss mit.

In den offenen Runden und Gesprächen erfuhren wir weitere interessante Aspekte rund um die Ausbildung, wie z. B. dass die örtliche AOK und IKK Vorträge und Schulungen zu Heben und Tragen in Schulen kostenfrei anbieten. Ebenso berichtete ein Kollege, dass bezüglich Datenschutz die immer vielfältiger vernetzten „kommunizierenden Möbel und Geräte“ (Schalt doch schon mal den Ofen zum Aufwärmen mit der App von unterwegs an! – oder - Der Kühlschrank meldet, die Butter ist alle!) eine schwierige Gemengelage auf uns zukommen kann.

Vom Hubert O.- E. wurde gewünscht, dass wir uns doch beim nächsten Treffen in einem Jahr in Witten über Besonderheiten und Möglichkeiten zum/ beim Lernen von Schülern mit Migrationshintergrund besprechen sollten.

Damit ist klar, dass wir uns wieder treffen. Die Erwartung an und Freude auf die nächste BFT in Witten ist groß.

Jana Oversberg- Mann und Uwe Krabs

   

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