Am Vormittag des 14. Juni 2012 trafen sich die Schüler der Klassen La 10/ FfL 09 und der Fachoberschule FOS 11b nicht im BSZ Schkeuditz, sondern im Leipziger Osten: Eine Führung durch das „Brauhaus zu Reudnitz“ stand auf dem Programm. Die Besichtigung wurde von Frau Altmann, einer Mitarbeiterin der Brauerei geleitet.

Zur Begrüßung führte sie uns in den so genannten STERNBURG Fantreff, wo wir darüber staunen konnten, welche Kunstwerke sich aus Tausenden „Sterni“-Kronen kreieren lassen und dass man aus „Sterni“-Bierkästen neben Seifenkisten, Regalen und Tischen auch recht bequeme Sofas herstellen kann.

Frau Altmann erzählte uns interessante Anekdoten aus der Geschichte des Bieres und des Brauhauses. So war es für viele von uns neu, dass Bier nicht erfunden, sondern zufällig entdeckt wurde: Man wollte angerührten Getreidebrei, der in der Sonne vergoren war, nicht wegwerfen und fand beim Probieren heraus, dass dieser nicht nur einen angenehm würzigen Geschmack, sondern auch eine berauschende Wirkung hatte. Das Ganze geschah bereits vor etwa 10.000 Jahren im altmesopotamischen Raum.

Nach dieser kleinen Einführung besichtigten wir das hochmoderne Sudhaus, in dem die Biere – hauptsächlich STERNBURG und REUDNITZER – hergestellt werden. Wir bestaunten die riesigen Gärtanks und wurden in die Geheimnisse der Filtration eingeweiht.

Nachdem wir die das Leer- sowie Vollgutlager gesehen hatten, wurde uns die Sortieranlage für das zurückgegebene Leergut gezeigt. Hier werden die Flaschen automatisch sortiert und mithilfe eines Palettenaufzugs zur Abfüllanlage befördert.

Diese automatische Flaschenabfüllanlage war besonders beeindruckend: In einer riesigen, geräuschvollen Halle mit vielen verschiedenen Förderbändern und Apparaturen werden pro Stunde etwa 50.000 Flaschen Bier abgefüllt. Hier gibt es neben dem riesigen Füllkarusell auch eine Auspackmaschine, eine Flaschenreinigungsmaschine, eine Kastenwaschmaschine, eine Füll- und Verschließmaschine, eine Etikettiermaschine, eine Einpackmaschine und einen sogenannten „Flascheninspektor“. Dieser „Flascheninspektor“ ist eine Maschine, die die gereinigten Bierflaschen nochmals auf Schmutzreste überprüft, da wohl einige Biertrinker die Flaschen gern als Aschenbecher oder Insektenfalle missbrauchen.

Am Ende der Brauhausführung applaudierten die Schüler spontan: Es war hochinteressant zu erfahren, wie der bei einigen so beliebte Gerstensaft hergestellt wird. Und die meisten haben nun eher Verständnis dafür, dass an manchen Tagen dieser eigentümliche Geruch über Reudnitz liegt.

C. Kießig

   

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