Berufgrundbildungsjahr Holztechnik als Alternative - eine Alternative für Mittelschüler ohne Lehrvertrag

Allgemeines

Ausbildungsbereich:   Berufliche Schulzentren des Freistaates Sachsen

Struktur der Ausbildung: Monostrukturierte Ausbildung ohne Spezialisierung die dem ersten Lehrjahr für Tischler und Holzmechaniker volle entspricht. Dabei tritt das Berufliche Schulzentrum an die Stelle des Ausbildungsbetriebes und übernimmt beide Seiten der eigentlich dualen Ausbildung, Mit der neu geschaffenen Ausbildungsordnung wurde der Forderung der zuständigen Fachverbände Innungen und Kammern nach noch qualifiziertem Auszubildenden mit den entsprechenden Grundfähigkeiten des ersten Lehrjahres Rechnung getragen. Die Ausbildung wurde modernisiert und auf Lernfelder umgestellt. Somit wird das Wissen jetzt Fächerübergreifend an Beispielen gelehrt und erarbeitet.

 

1. Berufsbezeichnung

keine, da es keine eigentliche Ausbildung ist bei erfolgreichem Abschluss kann das BGJ als erstes Lehrjahr in der einschlägigen Berufsausbildung anerkannt werden

 

2. Ausbildungsdauer

1 Jahr Die Ausbildung erfolgt am Lernort Berufsschule und 4 Wochen im Praktikum

 

3. Arbeitsgebiet

Die Schüler des Berufsgrundbildungsjahres fertigen vielfältige Produkte aus Holz, Holzwerkstoffen. Sie werden umfassend in die Grundlagen der Holzbe- und Verarbeitung eingewiesen.

Dabei erfolgt die der Unterricht als Vollzeitschulische Maßnahme mit bis zu 15 Stunden Fachtheoretischem und Allgemeinbildendem Unterricht sowie bis zu 18 Stunden fachpraktischer Ausbildung in den Werkstätten der Berufsschule. In der Ausbildungszeit sind bis zu vier Wochen für Betriebspraktika vorgesehen. Mit einem Abschlussverfahren  ermitteln die Schüler den erreichten Leistungsstand. Bei entsprechender Eignung ist eine Anerkennung des BGJ als erstes Lehrjahr der Tischler/Holzmechanikerausbildung möglich und auch üblich.

 

4. Berufliche Qualifikationen

Die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Berufsausbildung sollen bezogen auf Arbeits­- und Geschäftsprozesse so vermittelt werden, dass die Schüler zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren sowie das Handeln im betrieblichen Gesamtzusammenhang einschließt. Die Schüler des BGJ müssen im Hinblick auf eine angestrebte betriebliche Ausbildung sich umfangreiche Kenntnisse über den Werkstoff Holz, seine Bearbeitungsmöglichkeiten und Besonderheiten sowie die Vielfalt heutiger Holzwerkstoffe verschaffen. Diese Arbeit erfordert neben einer sehr umfangreichen handwerklichen Grundausbildung umfassendes Wissen über moderne Holzbearbeitungsmaschinen und die damit verbundene Gefahren und Auflagen zum Bedienen der Maschinen.

 

Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die Vermittlung der folgenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:

Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht, Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz, Umgang mit Informations- und Kommunikationssystemen, Gestalten und Konstruieren von Erzeugnissen, Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Arbeiten im Team, Einrichten, Sichern und Räumen von Arbeitsplätzen, Be- und Verarbeiten von Holz, Holzwerk- und sonsti­gen Werkstoffen sowie von Halbzeugen, Einrichten, Bedienen und Instandhalten von Werk­zeugen, Geräten, Maschinen, Anlagen und Vorrichtungen, Herstellen von Teilen und Zusammenbauen zu Erzeugnissen, Behandeln und Veredeln von Oberflächen,  Durchführen von Qualitätssichernden Maßnahmen.

 

   
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